Grundlagen

Was ist eine MPU?

Die medizinisch-psychologische Untersuchung klärt eine konkrete Frage zur Fahreignung. Die Fahrerlaubnisbehörde legt diese Frage fest und übermittelt die dafür relevanten Unterlagen an die Begutachtungsstelle.

Worauf kommt es an?

Bei Alkohol, Cannabis oder anderen Drogen betrachtet die Begutachtung die Vorgeschichte, das frühere Konsum- und Fahrverhalten sowie die inzwischen erreichte Veränderung. Eine Abstinenzbescheinigung kann ein wichtiger Beleg sein. Sie ersetzt aber nicht die nachvollziehbare Auseinandersetzung mit Ursachen, Risiken und Strategien für die Zukunft.

Die MPU prüft den Einzelfall. Weder ein einzelner Messwert noch eine pauschale Monatszahl beantwortet die behördliche Fragestellung vollständig.

Wie läuft die Untersuchung ab?

1. Medizinischer TeilGesundheit, Vorgeschichte und – je nach Fragestellung – Laborbefunde werden geprüft.
2. LeistungstestsComputergestützte Aufgaben prüfen unter anderem Reaktion und Aufmerksamkeit.
3. Psychologisches GesprächEs geht um die frühere Auffälligkeit, deren Ursachen und eine dauerhaft tragfähige Änderung.

Wie bereitest du dich sinnvoll vor?

Lies die genaue Fragestellung der Behörde und prüfe, welche Unterlagen bereits in der Akte stehen. Ordne deine Konsum- und Auffälligkeitengeschichte ehrlich ein. Falls Abstinenzbelege erforderlich sind, kläre frühzeitig, welches Kontrollprogramm und welche Nachweisform zu deiner Situation passen.

Zum Abstinenzrechner